Hallo und herzlich willkommen. Ich freue mich wahnsinnig, dass du da bist, dass wir jetzt hier miteinander Zeit verbringen. Worum geht es heute? Also es geht heute um den Schmerz. Und ich weiß, ich weiß, wir wollen immer mehr Freude im Leben und weniger Schmerz. Aber Schmerz ist Teil der menschlichen Erfahrung. Und ich war in dieser Woche immer mal wieder in so einem wirklichen Tief, in einem Schmerzens-Tief und hatte daraufhin aber viele Erkenntnisse und habe wirklich festgestellt, dass ich auch in dieser Woche, ich sage, ich gebe dir gleich ein bisschen Kontext, aber ich habe in dieser Woche, vor allem diesen Schmerz, wirklich das erste Mal in meinem Leben so bewusst in der femininen Frequenz begegnet. Und das hat es so viel leichter gemacht, das einfach alles zu fühlen, was da ist. Und das möchte ich heute einfach mal mit dir teilen. Und ich bin einfach der Meinung, dass dich das unterstützen kann. Also letztes Wochenende ist einer meiner engsten Freundinnen verstorben. Lisanne. Lisanne war echte Berlinerin. Und ich habe Lisanne in 2011 in Berlin bei einem Dreh kennengelernt. Und ich habe ja damals in der Filmindustrie gearbeitet. Und sie hat damals in diesem Kurzwilm, das war so ein Studentenkurzwilm, der hieß Coolbleiben, ich weiß noch, 2011. Da hat sie so eine Russin gespielt. Und ich weiß noch, dass ich das erste Mal Lisanne gesehen habe. Ich werde es nie vergessen. Die kam so raus aus der Garderobe oder aus dem Schminksaal. Und die hatte eine knallenge, braune Lederhose an und so ein super enges Top. Und die war so hot und so high-heeled, weil die hat so eine russische… Es war irgendwie, ich weiß nicht mehr, worum es wirklich ging in dem Film. Aber irgendwie eine russische Organhändlerin oder so was hat die gespielt. Also total schräg. Und das war wirklich so instant verliebt sein. Also ich habe mich wirklich instantly in sie verliebt. Einfach in ihre Energie. Und es hat wirklich nicht lange gedauert. Und das habe ich wirklich fast nie mit anderen Frauen. Also so intensiv. Also das hat wirklich lange gedauert. Da saßen wir draußen auf dem Balkon, damals beide noch Raucherinnen und haben erst mal eine Kippe zusammen geraucht und hatten sofort super tiefe Gespräche. Das war wirklich… Also der Smalltalk, der war auf jeden Fall sofort übersprungen. Und wir sind direkt deep eingetaucht in wirklich Themen. Ja, damals hat sie mir von ihrer Essstörung erzählt. Ich habe ihr von meiner Essstörung erzählt. Ich meine, wir waren beide noch more or less in unserer Essstörung quasi drin. Wir wollten immer ganz dünn sein, waren beide noch in der Filmindustrie. Und haben halt einfach uns super gut verstanden auf diesem Set. Da gibt es tatsächlich sogar Bilder von. Das ist total geil. Und dann, wie das dann so ist, wir haben Nummern ausgetauscht. Aber das ist ja dann auch so. Man hat ja so seine Freunde. Und das ist halt Berlin. Das heißt, so richtig haben wir es dann nicht gebacken bekommen. Wir haben es immer mal wieder probiert, uns zu treffen. Aber wir haben es irgendwie nicht so gebacken bekommen. Aber dann kurz darauf, ich meine, wie das Leben es will, waren wir beide auf einem Fotoshooting von einer gemeinsamen Freundin, die Fotografin ist, Rikki. Und Rikki hat dann gesagt, hey, übrigens. Also sie hat das halt irgendwie für uns als Freunde gemacht. Ja, ich shoote irgendwie Freunde, mach Headshots. Wir waren ja damals, ich war ja auch Schauspielerin, brauchte immer mal wieder Headshots. Und dann hat sie gesagt, ja, also da ist auch noch eine andere dabei. Lisanne, die kenne ich aus meiner Kindheit. Und die meinte, die kennt dich. Ihr habt euch schon mal kennengelernt bei irgendeinem Set. Ich so, what? Was? Also hat es das Leben wieder an ein Set gebracht, diesmal an einem Fotoshooting-Set. Und wieder, es war einfach so eine schöne Verbindung. Ja, den ganzen Tag irgendwie Fotos zusammen gemacht, Zeit miteinander verbracht. Das war total schön. Also ich meine einfach, what are the chances? Also what are the chances, dass wir uns so wieder treffen durch irgendwie eine gemeinsame Freundin? Und dann wieder, wir haben es immer mal wieder probiert, uns zu treffen, haben es nicht hinbekommen. Und dann, ich glaube, dann hat es wirklich ein bisschen gedauert. Dann war es wirklich anderthalb Jahre später oder sowas, sitze ich auf einmal auf der Bahn, völlig schlecht gelaunt. Also wirklich, ich war mega schlecht gelaunt. Ich war ja in der Zeit, du musst dir auch vorstellen, nicht so die glücklichste Person auf der Erde. Das war jetzt nicht so wie heutzutage oder so. Also wenn ich dann da irgendjemand getroffen habe, und mir ging es nicht gut, war ich so, ach, keine Lust. Und habe dann sie gesehen. Sie saß auch auf der Bahn, hat so aufs Fenster rausgeschaut. Und ich war so, oh nee. Also obwohl ich die total mochte. Also kennst du das, weil man einfach keinen Bock hat auf so Smalltalk? Und ich wusste, das ist ja gar nicht mal Smalltalk mit ihr. Aber ich hatte gar keine Lust, mit irgendjemand zu reden. Also habe ich einfach so getan, als ob ich sie nicht gesehen habe. Und später hat sich herausgestellt, sie hat auch so getan, als ob sie mich nicht gesehen hat, weil wir einfach gar keinen Bock hatten, mit irgendwelchen Menschen zu interagieren in dem Moment. Wir waren einfach so, hell no. Und dann ist sie von der Bahn runter. Sie hat mich halt nicht gesehen, wir haben uns nicht getroffen. Ich so, ich muss mich einfach mal bei ihr melden, wenn es mir ein bisschen besser geht. Und dann treffen wir uns mal, blablabla. So und jetzt wieder das Universum, das ist so geil. Jetzt eine halbe Stunde später ruft mich Rikki an. Also diese besagte Freundin, die von uns beiden, also quasi eine Freundin ist und sagt, sag mal Nicole, weißt du, du bist ja so ein großer Fan von Die Antwort. Okay, und Die Antwort ist eine südafrikanische Duo Band. Also das sind zwei Menschen, Yolandi und Ninja. Vielleicht kennst du die, Die Antwort, Südafrika. Aber super bekannte auch international. Und die haben ein Konzert in Berlin gespielt. Und ich war super Fan damals. Das war jetzt so 2014. Und ich war ein riesengroßer Fan und war so, ey, da gehe ich auf jeden Fall hin. Ich habe für alle Karten gekauft, also für alle meine Freunde damals in Berlin auch und so. Und war so, ich gehe da auf jeden Fall hin. Und dann ruft mich Rikki an und sagt mir, hey, du erinnerst dich doch an Lisanne, mit der wir das Fotostudio hatten? Ich so, ja, Rikki, voll strange. Die habe ich gerade auf der Bahn gesehen, aber mir geht es heute nicht so gut. Also ich habe nicht Hallo gesagt. Aber sie so, ja, also aber du musst mal schauen, bitte. Weil die hat tatsächlich auf ihrem Profil, auf ihrem Facebook, damals war ja Facebook noch ein bisschen größer als Instagram und so, hat die tatsächlich Bilder gepostet von sich und Yolandi und Ninja und so. Also die hat die offensichtlich, also die beiden schon mal kennengelernt und mit denen abgehangen und so. Und ich so, was? Weil ich war so ein Fan von denen. Ich war so, was? Das kann nicht sein. Also wirklich, ich war so ein, ich war wirklich obsesst mit Die Antwort. Ich fand die so geil. Ich fand einfach deren Musikvideos, die machen so Visual Art und das ist total creepy und so ein bisschen abgefahren, schräg, aber total geil. Und ich so, wie? Okay. Und dann bin ich direkt, weil ich war ja schon im Facebook befreundet mit Lisanne, habe ich geguckt und habe diese Bilder gesehen, wie sie irgendwie mit Yolandi und Ninja irgendwie abhängt. Ja, und hab ihr dann sofort eine Nachricht geschrieben. Also hab ich jetzt nicht gesagt, hey, ich habe dich gerade auf der Bahn gesehen, sondern ich habe ihr einfach eine Nachricht geschrieben, habe gesagt, hey, sag mal, ich habe gesehen, du bist irgendwie mit Ninja und Yolandi irgendwie in Kontakt. What the fuck? Am Freitag, also das war jetzt irgendwie Montag, und am Freitag findet ja deren Konzert statt an der Columbia Halle in Berlin. Gehst du da hin? Und sie meinte, ja, hundertprozentig gehe ich da hin. Und dann meinte ich so, okay, geil. Und dann meinte sie zu mir, du, ich bin total alleine, weil mein Freundeskreis, die finden alle die Antwort nicht geil und die gehen da alle nicht hin. So, gehst du da mit einer Gruppe hin? Kann ich mich, kann ich einfach mich da anschließen? Und hab ich gesagt, ja, definitiv. Und das war der Start wirklich von unserer so geilen, intensiven, superschönen Freundschaft. Und ja, sie ist den Abend mitgegangen, wir haben dieses Konzert gefeiert und dann haben wir uns wirklich einfach immer getroffen. Also dann haben wir es wirklich, wir waren eine third time lucky, dann haben wir es wirklich gebacken bekommen. Und über die Jahre haben wir halt einfach unglaublich viel Zeit verbracht in Berlin. Wir waren jeden Sommer, nonstop und Winter, weil wir beide Eisbäderinnen sind, waren wir beim See und wir waren wirklich nächtelang feiern. Das war damals noch auch die Feierzeit. Und wir haben einfach Theaterstücke angeschaut, im Kino zusammen. Wir haben einfach alles zusammen gemacht. Wir waren beide Single, haben wirklich so ein bisschen getindert, hatten einfach die schönste Zeit unseres Lebens, die schönsten Sommer unseres Lebens. Ja, genau. Und dann vor, ja, ich bin ja dann vor 5, 6 Jahren ja zurück nach Namibia gezogen. Ja, genau, Anfang 2021. Dann hat sie mich auch nochmal besucht in Namibia, was auch total schön war, dass ich ihr hier mein Zuhause auch einmal zeigen konnte. Und dann habe ich sie natürlich immer wieder in Berlin gesehen. Und das Krasse war, in 2023, als ich dann in Berlin war und schwanger war, also da war ich dann schwanger mit Lulu, da habe ich noch einmal Berlin quasi schwanger gemacht, einmal noch ohne Kind. Und da war ich dann noch in meiner alten Wohnung. Ist ja Eigentumswohnung, aber wir haben die dann ausgeräumt, weil ich habe sie dann vermietet. Und ich weiß noch, Lisanne hat ein Foto gepostet, wo ich quasi so schwanger bin und sie halt da sitzt. Und wir sitzen halt in der Wohnung, in der wir halt so viel Zeit verbracht haben. Und dann hat sie das gepostet und hat noch gesagt, so the beginning of a new chapter. Also ein neues Kapitel beginnt. Und kurz darauf habe ich ja Lulu bekommen und sie wurde mit Krebs diagnostiziert. Ja. Und das Ding ist, ich weiß nicht, ob du schon mal Menschen in deinem Umfeld hattest, die mit Krebs diagnostiziert worden sind und auch vielleicht auch gestorben sind. Ich hatte das tatsächlich noch nie. Und in meinem Kopf und meinem Bewusstsein war das wie so unmöglich, dass das jetzt irgendwie dazu führt, dass sie stirbt. Das war einfach für mich so ein absolutes Nein. Ich habe das total verneint. Und Lisanne auch. Also wir haben da beide, wir haben darüber gesprochen, Lisanne ist auch so sehr spirituell und wir haben ja auch immer sehr tiefe, tiefe Themen. Und sie meinte auch immer wieder, das ist ein starker Ausdruck von ihrem Trauma, was sie erlebt hat. Sie hat unglaublich viel Trauma erlebt in ihrem Leben und hatte da ganz viel Bewusstsein für und war dann auch in der Traumatherapie und hat da sehr, sehr, sehr viel aufgearbeitet. Und es war für sie so kein Wunder, dass sie irgendwie so ein Tumor bekommt am Bein, weil sie war auch Balletttänzerin früher, war lange, lange in der Ballettschule. Das hat sie stark traumatisiert. Und spannend, dass sie dann ein Tumor bekommt auf dem Bein. Und dieser Tumor ist ja dann überall hingereist im Körper. Du weißt, also der spreadet ja dann so. Aber das war halt dieser Tumor am Bein. Und das war halt so sinnbildlich für halt auch diese Ballettzeit, für diesen Druck, für alles, was sie da halt durchgegangen ist. Und wir haben da eigentlich eher so darüber gesprochen, wie das jetzt etwas ist, wie ihr Körper halt dieses Trauma ausdrückt. Und ich habe einfach nie das überhaupt in Betracht gezogen, dass sie das nicht schafft. Also wir wussten, sie schafft das. Und ich glaube, das ist ja auch wichtig, dass man so denkt. Und gleichzeitig ist es auch wichtig, dass man halt einfach erkennt, dass das einfach eine richtig scheiße Krankheit ist. Und ja, in dem Fall, wie es ja auch gekommen ist, hat sie das lange, lange, lange bekämpft und ist einfach nicht geschafft. So, jetzt muss ich mal kurz wieder den Faden finden, weil das ist einfach, boah, darüber so zu sprechen. Und gleichzeitig ist mein Podcast ja auch wie so mein Tagebuch. So, ich spreche ja hier einfach darüber, was einfach gerade da ist und ist und so weiter. Okay, die letzten Jahre, ich bin Mama geworden. Ich hatte natürlich immer weiter Kontakt mit Lisanne, aber es war natürlich anders, weil sie war natürlich in und out of Chemo, sie war in und out of Krankenhaus und ich bin halt irgendwie Mama geworden. Und wenn ich in Berlin war, habe ich sie natürlich gesehen. Und sie hatte dann auch tatsächlich einmal zwischenzeitlich den Krebs besiegt und er kam dann aber wieder. Und jetzt die letzten, ich meine, vielleicht hast du meinen Podcast gehört vor ein paar Wochen, wo ich ja auch noch mal in Berlin war und ich diesen krassen Widerstand hatte, sie zu besuchen und dann aber ein Glück rausgefahren bin, sie zu besuchen. Und da auf einmal wurde mir bewusst, fuck, also das ist wirklich ernst. Weil da habe ich das einfach wirklich gesehen, wie es ihr eigentlich geht. Und dann vor zwei Wochen hat sie mich angerufen, meinte, sie hat jetzt einen Platz in der Hospiz. Das heißt, ich verabschiede mich eigentlich von Lisanne schon, seitdem ich in Berlin war und sie doch einmal so das letzte Mal gesehen habe, weil ich wusste irgendwie, es wird so das letzte Mal sein. Und das ist auch ein heftiger Monat irgendwie gewesen, weil einfach so viel Schmerz vorhanden war. Es ist so ein Schmerz, ein körperlicher Schmerz, der stattfindet. Das habe ich einfach noch nie erlebt, weil ich, danke lieber Gott, noch nie Menschen, die mir so nahestehen waren, verloren habe. Und auch einfach so die Angst, dass man sie verliert. Der letzte Monat war sie ja noch nicht weg, aber sie war schon so, dass sie in die Hospiz gegangen ist. Das war für mich so, wow. Und es war ein Halten von Emotionen und Gefühlen in den letzten Monaten, wie ich es noch nie haben, machen müssen. Und übrigens, ich weiß nicht, ob du es hörst, aber es bellt die ganze Zeit mein Nachbarhund. Also, aber ist okay. Ich ignoriere das und erzähle dir einfach weiter, nur damit du weißt, das ist nicht ein Hund in deiner Nachbarschaft, es ist ein Hund in meiner Nachbarschaft. Also es war und ist ein Prozess des Haltens, wie ich es einfach noch nie in meinem gesamten Leben erlebt habe. Und ich glaube und ich bin fest davon überzeugt, dass diese Arbeit, die ich in den letzten sechs Monaten gemacht habe in Bezug zu femininer Frequenz, mir extremst durch diesen Prozess durchgeholfen hat oder hilft. Ich bin der festen Überzeugung, dass das Begegnen des Schmerzes in der femininen Frequenz eine ganz andere Tiefe mit sich bringt, eine ganz andere Energie mit sich bringt, als wenn ich in der maskulinen Frequenz diesem Schmerz begegnen würde. Und was bedeutet das? Die maskuline Frequenz ist nämlich, ich will den Schmerz betäuben, ich will den wegkontrollieren, wegmachen. Und in der femininen Frequenz begegne ich diesem Schmerz mit einer Energie von All In. Ich gehe da rein in diesen Schmerz. Das heißt, ich fühle mit jeder einzelnen Faser meines Körpers diesen Schmerz. Und dafür sind wir Frauen gemacht. Wir Frauen sind dafür gemacht, wirklich extremst schmerzresistent zu sein. Oder resistent, ist das jetzt das richtige Wort? Also wir können auf jeden Fall sehr viel Schmerz halten. Und der weibliche Körper, der ja in der Regel mehr feminine Frequenz hat als der männliche Körper, kann mehr Schmerz halten, alleine wegen der Geburt, die wir durchgehen müssen, wollen, sollen, wenn wir das wählen als Frauen. Und was ich festgestellt habe in den letzten Wochen, Monaten, ist, dass ich weicher geworden bin, zarter geworden bin und gleichzeitig stärker im Innen. Dass ich viel mehr halten kann an Schmerz. Und jetzt kommt es. Und dass das immer dazu führt, dass ich dann auch mehr Freude und Dankbarkeit und Schönheit erfahren kann. Weil das ist das Spektrum. Je mehr wir Schmerz einladen können, desto mehr können wir die Liebe fühlen. Weil jetzt kommt es. Das Fundament von Schmerz ist Liebe. Liebe und Schmerz sind zwei Emotionen auf derselben Medaille. Nur einmal auf der einen Seite und das andere auf der anderen Seite. Weil den Schmerz, den wir spüren, ist so groß, wie wir geliebt haben oder lieben. D.h. wenn wir den Schmerz umgehen, wenn wir nicht das fühlen wollen, was gerade da ist, dann umgehen wir die Liebe. Das kannst du auch Schmerz, das ist jetzt bei mir diese Traurigkeit gewesen, weil ich wirklich einen Verlust erlebt habe, das kannst du auch auf Angst beziehen, auf alles, auf Schuld, auf Scham, auf all diese niedrig, in Anführungsstrichen, schwingenden Emotionen oder eher diese Densen, also diese eher so festen Emotionen, wo die Energie eher so niedriger schwingt, weil sie einfach fester schwingt. So stelle ich mir das immer vor. Ich stelle mir diese Atome vor, wie sie einfach fester aneinander geklebt sind. Wenn wir quasi diese Bewusstseinsskala von David Hawkins, diese Gefühlsskala nach oben uns bewegen, dann werden diese Atome einfach lockerer. Und das hat alles, das Fundament ist immer Liebe. Wir haben Angst, weil wir lieben. Wir machen uns Sorgen um unsere Kinder, um uns, um unser Leben, weil wir so stark lieben. Jetzt ist aber die Sache, was ist, wenn wir uns auf die Liebe fokussieren? Was ist, wenn ich dessen mir bewusst bin, dass ich Lisanne einfach so krass liebe, so sehr mit jeder Faser meines Körpers? Was ist, wenn ich mich daran erinnere? Ist es dann nicht leichter, den Schmerz zu halten? Das heißt nicht, dass ich nicht weine. Das heißt nicht, dass ich nicht all diese Emotionen zulasse. Aber das Fundament ist die Liebe. Und das ist ein Ausdruck der femininen Frequenz. Das kann ich nur sehen, weil ich nicht hart bin, weil ich nicht am Kontrollieren bin, weil ich nicht versuche, irgendwas wegzumachen, sondern weil ich dem erlaube, da zu sein, was ist in der vollen Hingabe, in der vollen Akzeptanz, in der vollen Zustimmung. Und daraufhin auch in diesem Trauerprozess so viele schöne Momente hatte. So viele Momente, wo ich Fotos angeguckt habe, Sprachnachrichten abgehört habe, wo ich einfach dankbar war darüber, dass ich so eine Verbindung habe mit einem Menschen. Und ich sage habe, weil ich daraufhin auch diese spirituelle Verbindung aufrecht erhalte. Weil wir als Frauen, wir sind das Portal nach oben. Wir sind der Zugang, wir haben einen Zugang nach oben. Wir empfangen Leben. Das ist, was wir als Frauen tun. Das ist die feminine Frequenz. Ich meine, es war so krass, als ich die Nachricht von Lissans Schwester bekommen habe, dass sie gegangen ist, habe ich erst mal natürlich alles abgesagt für den Tag, einen Termin, weil das ging gar nicht. Natürlich habe ich erst mal, also ein Glück war meine Mutter auch hier. Max hat dann gleich Lulu genommen, meine Tochter, und hat sie zu meiner Mutter gefahren. Das heißt, ich hatte wirklich das Haus, alles für mich. Habe dann sofort reingefühlt, okay, was brauche ich jetzt? Was kann ich jetzt irgendwie tun? Und habe dann gleich den Impuls gehabt, okay, ich fahre jetzt in die Natur. Gehe einfach lange, lange, lange wandern. Und habe dann natürlich einfach viel geweint und mich da reinbegeben schon. Und die Natur ist übrigens auch, wir koregulieren ja mit der Natur. Das ist so kraftvoll. Mich so gehalten gefühlt von diesen Bergen und von den Bäumen und von der Erde. Und das ist auch etwas, was mich in Lissan ja so verbunden hat. Wir waren viel zusammen in der Natur, viel zusammen am See. Und ich habe dann angefangen, mit ihr zu kommunizieren. Weil mir ist aufgefallen, okay, Lissanjo, jetzt bist du ja nicht mehr da. Aber das heißt auch, dass uns ja rein faktisch kein Ozean mehr trennt. Kein Namibia- Deutschland mehr, sondern jetzt bist du ja da. Dein Spirit ist ja da. Und dann habe ich gesagt, weißt du, ich möchte, dass du mir ein Zeichen schickst. Dass es dir gut geht. Und bin dann losgewandert, den Berg hoch. Und ja, vielleicht eine halbe Stunde später oder sowas, also bin ich weiterhin in diesem Prozess, dass ich war wirklich einfach präsent in meinem Körper. Ich habe keinen Podcast oder natürlich keine Musik, kein Handy sowieso dabei gehabt. Also doch hatte ich dabei, weil ich lange wandern war, aber ich hatte nicht irgendwas in meinen Ohren oder so. Ich war komplett präsent, auch mit der Sonne, mit dem Wind, mit der Natur. Und plötzlich habe ich den Impuls, zum Himmel hochzuschauen. Und am Himmel sind Wolken, die aussehen, geformt wie ein tanzender Engel. Ich habe, das war so, mein ganzer Körper ist einmal so stehen geblieben. Und ich wusste in dem Moment, das war alles an. Ich wusste das einfach, das war so schön. Ich stand auf diesem Berg, ich habe so bitterlich geweint und ich habe einfach diesen tanzenden Engel gesehen. Im Himmel. Ich glaube, diesen Moment werde ich in meinem ganzen Leben nicht vergessen. Das war so schön. Ich wusste einfach in dem Moment, I am home, sie ist zu Hause. Das ist so etwas, was in dem Moment quasi so, wenn ich das in Worte fassen würde, ich bin zu Hause, mir geht es so gut, mir geht es so gut. Das war ein unglaublich schöner Moment. Davon habe ich ein Foto gemacht. Das ist einfach ein tanzender Engel. Lisanne war ja Tänzerin und sie hat einfach so unglaublich schön getanzt. Und auch wieder hier, ich glaube, wenn wir diese Verbindung wollen, nach oben zu dieser Göttlichkeit, wenn wir uns mit der Natur verbinden wollen, wenn wir im gegenwärtigen Moment leben wollen, wenn wir raus wollen aus diesem Hasselmodus, aus diesem ständigen Tun, aus dem ständigen Sorgenmachen, aus dem ständigen Kopfkino, ich erlebe das Leben durch meine Gedanken und nicht durch meine Gefühle, dann müssen wir rein investieren in die feminine Frequenz. Wir müssen rein investieren in unsere Essenz, in die Essenz, die immer schon da war. Und ich bin wirklich, wie ich schon eben gesagt habe, ich bin der festen Überzeugung, dass mich das so unterstützt hat in den letzten Monaten. Übrigens, ich gucke gerade runter auf mein Handy, es ist der 11. Juni um 11.11 Uhr. Oh mein Gott, ich muss gerade einen Screenshot machen. Es ist unglaublich, okay. Es ist der 11. Juni, 11.11 Uhr gerade in diesem Moment. Und ich sehe die ganze Woche schon doppelte Zahlen. Die ganze Woche. Und es ist nicht mehr normal, doppelte Zahlen. Ich sehe es wirklich. Also 2.22 Uhr oder 17.17 Uhr oder 21.21 Uhr oder irgendwie 3.33 Uhr. Es ist echt, ja, es ist echt intens. Und ich bin auch da wieder der festen Überzeugung, ich bin gerade so angedockt zu dieser grenzenlosen, wunderschönen Energie, die jetzt Lesanne auch ist. Weil Lesanne ja wieder ein Teil von, nicht mehr von dieser physischen Realität ist, aber sie ist definitiv weiterhin da. Also ich glaube, das ist so wichtig, dass wir uns dessen bewusst sind, das ist kein Eso-Kram, das ist etwas, was ich tief in mir fühle und weiß, dass Menschen, wenn sie gehen, dass sie nach wie vor da sind. Und dass wir sogar mit ihnen kommunizieren können. Ich habe die ganze Woche mit Lesanne immer mal wieder kommuniziert. Total einfach, während ich Auto gefahren bin, so hey, ich vermisse dich. Und ich wollte dir noch sagen, es war total doof beim letzten Treffen, beim vorletzten, dass ich dann nicht zu diesem Pfannkuchenladen wollte, weil sie wollte zum Pfannkuchenladen, da war sie schon auf Krücken, sie hatte Krebs und ich war genervt, weil Lulu war dabei, das war im September letztes Jahr. Lulu war die ganze Zeit an der Brust, bei ihr habe ich noch gestillt. Und Lesanne wollte unbedingt Pfannkuchen essen, aber ich wollte nicht Pfannkuchen essen, ich wollte woanders hin und dann sind wir woanders hingegangen und es war total voll und es war total ungemütlich. Und ich hätte einfach sagen sollen, scheiß drauf, wir essen jetzt Pfannkuchen. Wenn du Pfannkuchen essen willst, dann essen wir Pfannkuchen. Aber ich war halt, keine Ahnung was, fucking doof in dem Moment. Es war einfach eine doofe Entscheidung in dem Moment. Und mit so Sachen habe ich dann mit ihr die ganze Woche besprochen. Und sie war immer nur so, chill mal, es ist kein Big Deal. Und das ist ja dann auch so, dann würde ich genau wissen, was sie da in dem Moment auch sagen würde, weißt du, wenn wir jetzt einfach als Freundinnen diese Unterhaltung haben würden. Ja, ich glaube die Essenz von dieser Folge heute einmal, dass ich Lesanne ganz viel Raum gegeben habe, weil sie einfach so ein sensationeller Mensch war und jetzt ist sie wieder ein spirituelles Wesen und macht die menschliche Erfahrung in dieser Form einfach nicht mehr. Und dass ich glaube, weil ich ja auch gerade übrigens, ich bin ja auch mitten im Launch von meiner Emission, von meinem Online-Kurs Feminine Fire, das war ja auch noch. Da habe ich nicht einen Instagram-Post zu gemacht und das war auch völlig in Ordnung. Ihr habt ja trotzdem zu mir gefunden, total schön auch, dass ja trotzdem so viele sich angemeldet haben. Weil ich glaube, es gibt keinen besseren Zeitpunkt als jetzt, diesen Kurs zu hosten, einfach weil ich da nochmal so viel diese Woche, also Gefühle halten, fühlen, Verstoff wechseln, so damit sein, das war ja diese Woche einfach extrem viel Thema. Und ich glaube halt einfach, wenn wir das gut können, dann schaffen wir so viel Kapazität für so viel Freude, so viel Fülle, so viel Liebe, so viel Dankbarkeit, so viel Magnetismus in unserem Leben. Das ist unglaublich. Und dass wir halt gerade in dieser Woche, dass das irgendwie quasi fast so parallel läuft, fand ich auch so ein interessantes Timing. Das Ganze startet ja am Samstag. Also du kannst dich auch noch anmelden, wenn du möchtest. Kurze Werbepause. Aber ich glaube wirklich, dass mich das so unterstützt hat, dass ich da so viel rein investiert habe. Dieses Halten, und das wird ein großer Teil sein von Feminine Fire, dass wir wirklich in die Gefühlswelt eintauchen, was es überhaupt bedeutet, von einer Gefühlsperspektive in der femininen Frequenz und vor allen Dingen in der gesunden Femininen Frequenz zu sein. Weil wir haben ja ungesunde Feminine Frequenz und dann haben wir gesunde Feminine Frequenz. Und ich war in dieser Woche ganz klar, meistens, nicht immer, ich mache das auch in Schieflage, aber ich investiere immer wieder rein, aber meistens in meiner gehaltenen Femininen Frequenz, welches bedeutet, ich kann mich zurücklehnen, ich kann vertrauen, ich kann mich verbinden zu etwas Größerem. Ich bin in diesem Moment bei mir, in meinem Sein, nutze meine Sinne, sorge extrem gut für mich. Das habe ich diese Woche sehr viel gemacht. Ich habe sehr gut für mich gesorgt, weil das ist für uns Frauen, wenn wir in der Femininen Frequenz sein wollen, super wichtig, dass wir gut für uns sorgen. Ich war viel in der Natur, viel in der Sonne, meditiert, geatmet, Harmonium gespielt, gut gegessen. Hier in meinem Körper zu sein und das alles zu erlauben, das ist die gesunde Feminine Frequenz. Und hundertprozentig wollte mein Verstand abrutschen in die ungesunde Maskuline Frequenz. Ganz klar habe ich wahrgenommen, in Momenten wie zum Beispiel, ich gebe dir ein Beispiel, dass mein Verstand zum Beispiel unbedingt ganz oft bei Chat GPT nachfragen wollte, wie lange so ein Trauerprozess dauert. Ich so, oh mein Gott, ich wollte es wegkontrollieren. Das ist die ungesunde Maskuline Frequenz, das ist Kontrolle, Kontrolle, Kontrolle, wegkontrollieren. Und da waren so Momente, wo ich sagte, ich frage mal Chat GPT, wie lange, wenn einer deiner besten Freundinnen stirbt, wie lange trauert man dann? Wie lange habe ich diesen Schmerz? Wie lange muss ich den halten? Ich habe es natürlich nicht gemacht, vor allen Dingen aber auch, weil Lisanne Chat GPT gehasst hat. Also ich wusste, von oben würde mir sagen, sie hat Chat GPT gehasst. Also von daher war ich so, besser nicht. Und auch total sinnlos. Natürlich kann das Chat GPT, kann aber wahrscheinlich irgendwas antworten, aber das ist total sinnlos, das weiß ich selbst. Aber das ist ja meistens so, wenn wir die Dinge kontrollieren wollen, wegkontrollieren wollen, wegmachen wollen, anders haben wollen. Die ungesunde Maskuline Frequenz ist ja meistens so, dass es dysfunktional ist und das wissen wir auch. Thema Kontrolle, ich glaube, da können wir ja alle ein Lied von singen. Aber das ist die ungehalte Maskuline Frequenz. Auch ein großes Thema in Feminine Fire, da gehen wir auch so rein, dass wir feststellen, wann bin ich denn eigentlich in der ungehaltenen Maskulinen Frequenz? Wann bin ich in der ungehaltenen Femininen Frequenz, wo ich aber gar nichts mehr mache? Auch da habe ich mich immer mal wieder befunden und durfte mich daraus bewegen. Das war dann die Sache, ich mache jetzt einfach gar nichts mehr. Ich sitze jetzt hier einfach und tue mir irgendwie selbst leid. Und das ist auch mal okay. Es geht nicht darum, dass wir das hier alles perfekt machen. Es geht nur darum, Bewusstsein dafür zu schaffen. Weil wir so wirklich verweigern, resignieren. Das ist die ungesunde Feminine Frequenz. Nicht wirklich losgehen oder dafür sorgen, dass es uns gut geht zum Beispiel. Das war gestern auch tatsächlich so. Ich bin ja kein emotionaler Esser mehr, überhaupt nicht. Das mache ich seit Jahren schon nicht mehr. Und gestern habe ich auf einmal so Cravings gehabt, so scheiß. Und wollte mich nur hinlegen. Und das ist auch in Ordnung. Das kann man auch machen. Das habe ich dann auch gemacht. Ich habe dann ein Stück Kuchen gegessen oder whatever. Und das war dann auch fein in dem Moment. Wichtig ist, dass man das dann wenigstens genießt. Dass man dann die gesunde Feminine Frequenz wieder anknipst und sagt, okay, jetzt nutze ich das wenigstens, um meine Sinnlichkeit zu aktivieren, meine Sinne zu aktivieren. Schmeckt das? Wie fühlt sich das für mich an? Alles das ist Übung. Das ist ein Weg. Das ist ein Prozess. Das ist nie ein Ziel. Das ist einfach ein Prozess. Und das zeige ich dir am Wochenende, wenn du dabei bist. Da freue ich mich wahnsinnig. Ansonsten hoffe ich einfach sehr, dass dir die Folge so auch gedient hat. Bitte teilen mit mir, ob dir die Folge gedient hat. Auch in Form von einer Geschichte, die du mit mir teilen möchtest. Wie du diesen Trauerprozess durchgegangen bist. Vielleicht hast du noch einen Tipp, was dir auch sehr geholfen hat. Oder vielleicht sagst du, ey Nicole, ich weiß, wie lange das dauert. Mein Verstand ist so, vielleicht weiß das meine Community hier mit dem Podcast. Vielleicht wissen die, wie lange das dauert. Nein. Es kommt in Wellen. Ich weiß. Es kommt in Wellen. Ich glaube, ich habe alles gesagt, was gesagt werden wollte. Ich danke dir von Herzen, dass du hier bist. Dass wir hier miteinander Zeit verbracht haben heute wieder einmal. Für eine sehr tiefgehende, intensive Folge. Du findest natürlich wie immer alles in den Shownotes. Was du so brauchst, um dich mit mir zu connecten. Ich schicke dir ganz viel Liebe in den Tag. Und vielleicht auch in deine Nacht. Always remember, the best is yet to come. Deine Nicole.