Sarah, meine Liebe, herzlich willkommen. Hier bist du wieder bei mir im Podcast. Ich freue mich wahnsinnig, mit dir über dein neues Buch zu sprechen. Heute höre ich auf zu zweifeln. Ein Buch über Imposter Syndrome. Warum? Also warum ein Buch über Selbstzweifel und Imposter Syndrome? Und noch eine Frage drangehangen, was ist Imposter Syndrome? Warum ein Buch über Selbstzweifel? Selbstzweifel in meiner Arbeit habe ich und auch bei mir selber natürlich immer wieder gesehen, was eigentlich mich so in so Überlebensstrategien drängt. Und das sind Selbstzweifel. Also die Angst, hey, ich kann nicht mithalten, ich bin nicht gut genug, ich kriege das nicht gut hin. Was denken die anderen? Das sind ja alles Selbstzweifel. Also auch diese Glaubenssätze, mit denen wir arbeiten, sind auch Selbstzweifel. Gefüttert von Selbstzweifeln. Und ich sehe immer wieder zwei Ausprägungen. Weil wenn ich diese Angst spüre, der Selbstzweifel, das ist ein Zweifel eben, dann kann ich entweder mich in den Kampf stürzen und sagen so, boah, ich gehe jetzt in Angriff. Also wenn ich zum Beispiel Angst habe, dass ich was nicht gut hinkriege, okay, ich arbeite jetzt durch, ich ziehe das durch. Weil in dem Moment werden ja Stresshormone freigesetzt. Cortisol, Adrenalin, ich fühle mich dann ja stark für den Moment. Und das machen ganz viele von uns. Wo wir denken, krass, was die sich für ein Leben aufgebaut haben. Und krass, die haben es doch gecheckt. Frage, ist das wirklich so? Oder ist das eben der Zweifel, der sie oft auch antreibt? Wie sehr genießen sie das, was die sich da erschaffen haben? Wie gut geht es denen eigentlich? Oder auch uns, gerne auch du und ich nehmen. Und wenn der Zweifel dein Antreiber ist, dann hast du das Gefühl, du musst die ganze Zeit um dein Überleben kämpfen. Und das kannst du mal machen, kannst mal irgendwie für ein Projekt durchziehen. Aber wenn das so die Grundmotivation, der Grundantrieb ist, wie lange kannst du kämpfen, ohne dass dich das aushöhlt, ohne dass dich das auch körperlich aushöhlt? Dass du einfach, ja, da kommen wir dann zu dem Burnout. Und dass du ausbrennst, dass deine Selbstheilungskräfte, weil wenn die ganze Zeit Adrenalin ausgeschüttet wird, dann ist das auch, das ist eine Notfallapotheke. Aber wenn du die ganze Zeit so durch dein Leben gehst, dann passiert was. Nämlich, deine weißen Blutkörperchen werden weniger, deine innere Schutztruppe, deine Selbstheilungskräfte nehmen ab. Und du wirst einfach schwächer. Das, was dich eigentlich stärker machen sollte, dieses, ja, ich greife jetzt an, schwäch dich von innen heraus. Und das ist so die eine Ausprägung, in die wir verfallen, dass wir zu viel tun aufgrund von Ängsten, durch Selbstzweifel. Und die andere Ausprägung ist das, boah, wenn ich mich verstecke, wenn ich nichts mache, dann kann es ja auch nicht schlecht werden. So, dann sieht es keiner. Nicht bestehen können, nicht gut genug sein, dass es nicht gut hinkriegt. Und da sind die von uns, und das machen auch gerne, oft auch wir Frauen, dass wir dann sagen, zum Beispiel, du kriegst eine tolle Möglichkeit beruflich, eine Beförderung. Oder auch privat, du bist auf ein Event eingeladen, oder hey, du lernst jemanden kennen und hast eigentlich Interesse. Und dann sagst du kurz vorher, ach, so sehr habe ich jetzt doch nicht Interesse. Wäre ja auch unfair, jetzt da den Platz wegzunehmen. Jemand anders will das vielleicht mehr. Oder wäre unfair, diesem Menschen gegenüber. Aber eigentlich ist es so, unser Körper, der uns nämlich widerspiegelt, in dem Moment, in dem ich ausweiche, ist ja auch die Angst weg, dass ich da nicht gut sein könnte oder dass andere meine Fehler sehen könnten oder mich nicht mögen. Und so punktuell ist das ja auch nicht schlimm. Aber wenn du das immer wieder machst, dann vermeidest du eben nicht nur deine Angst, sondern du vermeidest das Leben. Und ich habe immer wieder diese beiden Ausprägungen beobachtet in meiner Arbeit, natürlich auch bei mir selber. Und da war ich nicht die Einzige mit. Jetzt kommen wir zum Impostor-Syndrom. Zwei Forscherinnen in den 70ern an der Uni von Massachusetts, die hießen Clance und Iams, zwei Psychologinnen, die haben als Psychologinnen mit Frauen erstmal nur gearbeitet, die ihr Leben voll im Griff hatten. So Frauen, wo wir auch sagen würden, ja, bei denen läuft es. Also finanziell unabhängig, stehen in ihrem Beruf, sind Akademikerin, Ärztin oder haben sich selbst verwirklicht in dem, was sie tun. Und die hatten aber alle die gleichen Leiden. Die haben alle gesagt, ich bin innerlich so unruhig und ich habe so subtile Ängste und ich kann nicht schlafen und ich kriege immer wieder Kopfschmerzen und irgendwie jetzt, eigentlich hat mir das doch mal Spaß gemacht, aber irgendwie bedeutet mir das alles nichts mehr. So ein bisschen zu depressiven Verstimmungen. Und dann haben die beiden gesagt, ja gut, das gucken wir uns jetzt an, da forschen wir zu und haben dann angefangen zu forschen, nicht unter dem Mikroskop, sondern eben durch Befragungen. Und dann kam raus eben, dass alle diese Frauen eins vereint hat, nämlich das Gefühl, da wo sie stehen, gar nicht verdient zu haben. Dass sie innerlich von sich glauben, eigentlich kann ich das alles gar nicht und ich habe einfach nur Glück gehabt. War zur richtigen Zeit, im richtigen Moment, am richtigen Ort oder hatte die richtigen Beziehungen. Und es ist eben, das Imposter-Syndrom ist eine geistige Verzerrung zu unseren Ungunsten, egal was wir schaffen. Und jetzt möchte ich alle einladen, die hier zuhören. Wir sind alles erwachsene Frauen oder Menschen. Wir haben so viel geschafft schon und trotzdem haben wir das Gefühl, oft, ich kann gar nichts. Es reicht gar nicht. Und das ist eben diese Verzerrung zu unseren Ungunsten, die dann dazu führt, dass wir eben entweder in dieses Überperformen verfallen. Ja, noch mehr. Weil auf einmal wird nämlich, weißt du, ein Fehler, wenn was nicht so läuft, ist dann nicht für uns einfach nur, ja, ist halt nicht so gelaufen, sondern es ist, oh, jetzt kommt raus, dass ich es eigentlich nicht kann. Jetzt verliere ich alles. Jetzt verliere ich meine Selbstständigkeit. Oder jetzt verlieren die anderen den Respekt vor mir. Jetzt sehen die, wer ich eigentlich wirklich bin. Oder eben dieses, ja, wenn ich es gar nicht erst probiere, bin ich auch drauf gestoßen beim Schreiben, zum Beispiel prokrastinieren. Sagen ja viele, ja, es ist ein schlechtes Zeitmanagement, ich kann nicht so gut mit Zeit. Nee, bei vielen ist es eben was anderes. Weil wenn ich vier Wochen Zeit hätte, mich an was Wichtiges zu setzen, und ich stimme mich meinem Buch, weißt du, ich habe acht Monate Zeit. Wenn ich mich erst vier Wochen vorher dran setze oder zwei Wochen, dann weiß ich, das kann nicht mehr funktionieren. Das kann nicht gut werden. Das wird dann wahrscheinlich gar nicht rauskommen. Aber ich könnte sagen, nein, lag ja nicht an mir, hatte einfach zu wenig Zeit. Wenn ich wirklich früh genug angefangen hätte, dann wäre es gut gewesen. Das heißt, ich als Sarah bleibe quasi unangetastet. Und dieses, ich muss mich der Angst nicht stellen, dass ich vielleicht, der Angst, dass ich glaube zu sein, nämlich nicht gut genug, um das Buch zu schreiben. Ich bleibe quasi unberührt. Und die beiden Forscherinnen haben es auch erst mal Phänomen genannt. Das finde ich super interessant. Wir sprechen ja immer von Syndrom, ich nenne es auch so, weil es umgangssprachlich sich auch dahin entwickelt hat. Alle nennen es jetzt so. Aber ursprünglich haben sie es Phänomen genannt, weil es ihnen keine Krankheit ist. Sie wollten nicht, dass es zu sehr nach einer Krankheit klingt. Es ist einfach was sehr, sehr… Und jetzt kommt es. Was 70% aller Menschen haben. 70% aller Menschen haben diese Imposter-Gefühle und Gedanken mal mehr, mal weniger. Kommt immer auch auf die Lebensphase an. Aber 70%. Jetzt zieh mal Babys ab. Und vielleicht ganz alte Menschen, die jetzt auch sagen, weißt du was, mir ist das egal. Weil jetzt bin ich… I just wanna enjoy. Wie viele das sind. Wie viele von uns davon betroffen sind. Und wie viele davon wahrscheinlich Frauen sind. Da müssen wir auch drüber reden. Sie haben alle Geschlechter, alle sozialen Schichten gesehen. Alle können betroffen sein. Ja. Das muss auch interessant sein. Nicht nur im Beruf. Wir verwenden den Begriff ja oft im Beruflichen. Aber es kann auch im Privaten. Bin ich eine gute Mutter? Oh Gott, wenn ich jetzt einmal nicht die selbst geschnibbelten Gurken mitnehme. Ich kenne das von mir früher. Ich habe in der Container diese Boxen mitgehabt. Alles musste selbst gemacht und selbst geschnibbelt. Und klar wollte ich das Beste für mein Kind. Aber ganz ehrlich, dahinter war auch die Angst. Oh Gott, dann bin ich hinterher keine gute Mutter. Und es war die größte Befreiung, als ich angefangen habe, beim Bäcker Brezeln zu kaufen. Auch für mein Kind. Weil wir früher los konnten. Das hört sich vielleicht witzig an. Aber ich glaube, wir alle kennen das. Wie wir uns in solchen Dingen festklammern. Und wir Frauen, wenn wir uns das angucken, warum Frauen noch stärker betroffen sind, da geht es einfach auch um systemische Benachteiligungen. Guck dir doch mal die Gesellschaftsstruktur, die Historie, die Soziologie an. Meine Oma musste meinen Opa fragen, als er den Heiratsantrag gemacht hat, war das Erste, was sie gesagt hat, ja, aber nur, wenn ich meinen Beruf ausüben darf. Und mein eigenes Geld verdienen darf. Die Gesellschaft war gar nicht darauf ausgelegt, dass wir Frauen arbeiten. Gewisse Räume sind für uns verschlossen geblieben. Und es ist noch gar nicht so lange her, dass wir uns dieser Räume erobern. Und das heißt, wie oft mir das früher passiert ist, als ich noch Angestellt war und Beförderung bekommen habe und dann in neuen Räumen war, wie oft ich für die Assistentin gehalten wurde, statt für die Chefin oder der Chef. Und guck dir Gender Pay Gap an. Ja, wir Frauen, da gibt es ja Forschungen zu, wir Frauen kriegen für die gleiche Arbeit weniger Lob, weniger Anerkennung und vor allem, vergesst euer Lob und eure Anerkennung, könnt ihr behalten, weniger Geld. Das heißt, uns wird ja gespiegelt, du gehörst ja nicht hin, deins ist weniger wert als das von dem männlichen Kollegen. Ja, genau. Unsere inneren Imposter-Gefühle treffen dann auch noch bei uns Frauen auf eine Welt, die uns die auch noch bestätigt. Genau, ja. Und das führt dann, wie du auch am Anfang gesagt hast, vor allem dazu, dass der Körper reagiert. Und deswegen ist auch die Anzahl an Autoimmunerkrankungen bei Frauen so immens hoch, weil da entweder eine komplette Anspannung ist, wie du gesagt hast, dieses Ich- Kämpfe und Kämpfe und dieser Zweifel treibt mich an auf der Seite, dass ich mich konstant beweisen muss, dass ich es genauso gut kann oder dass ich diese Gleichberechtigung wert bin. Oder wir unterdrücken, unterdrücken, unterdrücken aufgrund der Selbstzweifel, weil wir denken, okay, besser lass es andere machen, lass mich mal nicht zu sehr auffallen. Und beides ist ja konstant eine Desregulation des Nervensystems. Also das ist ja nie irgendwo so eine Entspannung und innere Ruhe. Und ich weiß, du hast auch ein Kapitel zum Nervensystem, weil das ist ja das, was ja letztendlich, das ist ja wie so der Kampf und der Spurenmodus, der da halt stattfindet. Und ja, und ich meine, wenn du dir Menschen anschaust, ich muss jetzt an Maya Angelou denken. Maya Angelou hat ja, ich weiß nicht, wie viele Bücher in ihrem Leben geschrieben und grandiose Bücher. Ich meine, die war die Mentorin von Oprah und die hat noch bis in ihre 80er gesagt, gleich fliegt es auf. Also gleich erkennen das alle, dass ich keine gute Autorin bin, dass ich das nicht kann. Und das ist ein Bestseller und das ist, world fame, it didn’t matter, das ist so tief drinnen, dass das letztendlich uns bis, oftmals bis zu dem Tod begleitet. Also wenn wir natürlich vor allen Dingen kein Bewusstsein dafür entwickeln. Ja, und da, so schön, dass du das Beispiel nennst, weil ich habe genau auch Maya Angelou genannt im Buch, als genau dieses Beispiel, die hat bei jedem Buch gesagt, gleich ist es soweit, gleich merken alle, ich kann nichts mehr. Und ich räume da auch immer so Impostermythen auf, die ja, was ist das? Das sind so die Dinge, die wir uns erzählen, die eben diese Strategien auch am Leben halten. Und eins ist zum Beispiel, erfolgreiche Menschen zweifeln nicht oder der Zweifel muss erst verschwunden sein, bevor ich loslegen kann. Nein, das zeigt ja genau dieses Beispiel, was du gerade gesagt hast. Und da gibt es auch die Acceptance and Commitment Therapy, ACT, du kennst es bestimmt. Das ist so eine Therapieform, die halt darauf ausgelegt ist, schwierige Gefühle zu, also sich damit auseinanderzusetzen und eben trotzdem ins Handeln zu kommen. Und in ein gesundes Handeln. Und das zeigt auch eben wieder, du musst nicht warten auf diesen Tag, das ist mir auch immer so wichtig, du musst nicht warten, bis du nie wieder zweifelst. Das ist genauso wie mit Heilung. Bitte warte nicht darauf, dich zu verlieben, bis du dich vollständig selbst lieben kannst. Und ich liebe ja Magic Moments. Ich liebe so diese Momente, in denen wir merken, was für wundervolle Wesen wir sind. Und so wundervolle Wesen gefangen in einem Paralleluniversum aus Alltag sorgen. I love it. Aber ich sage dir, nie wieder Selbstzweifel zu haben, ist kein Magic Moment. Wir werden nicht morgens aufwachen und unsere innere Kritikerin ist auf einmal unsere innere Motivationsrednerin oder so. Das passiert nicht. Und das zeigt eben auch die Forschung, dass jeder, der irgendwie im Leben etwas bewegt, also erfolgert oder glücklich ist. Was ist Erfolg? Es muss nicht nur an einem Business oder Büchern gemessen sein. Erfolg ist ja vor allem glücklich sein. Ein Leben, wo man sagt, das fühlt sich nach mir an. Das ist so. Das sind nicht Menschen, die jetzt irgendeine magische Formel haben und deswegen nie wieder Ängste haben oder nie wieder Zweifel. Nein. Aber die stellen sich denen, die setzen sich damit auseinander, die fragen, wo kommen die her? So. Und wie schaffe ich es, dass die nicht mehr hinterm Steuer meines Lebens sitzen? Ja. Und wie schaffe ich das Bewusstsein überhaupt erstmal dafür zu schaffen, dass die am Steuer des Lebens sind? Weil ich glaube, natürlich laufen die meisten dieser Gedanken auch unterbewusst ab. Also es gibt viele Menschen, die das ja auch überhaupt nicht so bewusst wahrnehmen. Also das ist ja das Tolle, wenn man dann so ein Buch in der Hand hat, dass man dann vielleicht auch erstmal bewusst auch nachdenkt oder besser gesagt beobachtet, was da eigentlich einen so antreibt. Weil oftmals fühlt man sich einfach ausgelaugt, müde, überfordert. Alles ist anstrengend. Vor allem, wenn man so in diesem Modus ist von Go, Go, Go. Oder man fühlt sich so ein bisschen so unzufrieden und ist so im Rückzug und fühlt sich irgendwie so, als ob das alles nicht so viel Sinn ergibt. Weil man in beiden Hinsichten ja nicht seine Wahrheit lebt. Das heißt, was würdest du sagen, was wären denn da so die ersten Schritte, wenn jetzt jemand sagt, okay, ja, kenne ich, aber wie komme ich mir da bestmöglichst auf die Schliche? Und was sind so dann die ersten Dinge, die ich tun kann? Also ich nenne auch das erste Kapitel Verstehenschaftsveränderung. Weil ich denke immer, Verstehen ist das Wichtigste. Und dann kommt aber auch da die Erfahrung. Da muss ich auch an die Umsetzung kommen. Weil ich kann alles verstehen. Wenn ich es dann nicht anders mache, bringt es mir nichts. Und wie du gerade schon gesagt hast, so sich auf die Schliche kommen, das sind ganz viele Sachen, an denen du denkst, ja, das ist ja so, das muss ich so akzeptieren. So Kleinigkeiten, die du für normal hältst, die nicht normal sind. Ich habe einen Test zum Beispiel in dem Buch. Da kannst du für dich herausfinden, wie sehr du betroffen bist. Und da sind so Fragen auf einer Skala von 1 bis 5. Wenn ich auf mein Leben zurückschaue, denke ich, ich hätte mehr erreichen müssen. Oder es hätte mehr sein müssen. Ich hätte mehr schaffen müssen. Oder ich habe immer Angst, ob ich der Aufgabe gewachsen bin, auch wenn andere mir das durchaus zutrauen. Wie oft kennen wir das, dass andere sagen, ja klar, schaffst du das. Und du mal selber denkst, oh nee, ich weiß nicht. Oder ich muss immer herausragend oder zumindest bei den Besten sein, um zufrieden mit mir zu sein, weil es sich sonst nicht wie ein Erfolg anfühlt für mich. Geile Fragen. Ich bin direkt am… Also ich glaube 25, 24 und auch so Sachen wie, obwohl ich alles immer gut hinkriege bisher, mache ich mir vor, immer wenn was Neues kommt, total den Stress und Zweifel daran, ob ich es hinkriege. Obwohl ich schon hunderte Beweise habe. Aber trotzdem fühlt es sich immer an, als würde ich von Null anfangen. Und dann ist es auch immer schwer, weil man ja immer wieder die Angst hat, dass man es ja nicht hinbekommt. Und dann kreiert man sich wie so eine Schwere. Man macht sich das schwer, obwohl das etwas ist, was man vielleicht schon 50 Mal getan hat. Und das sind so… Also da habe ich so einen Test, wo man wirklich sich so auf die Schliche kommen kann. Okay, krass. Weil das sind genau diese Dinge, von denen wir meinen, ja so ist das halt. Weil es halt immer so war. Es muss aber nicht so bleiben. Und unser Gehirn, jetzt um bei dem so Überperformern zu bleiben, das war bei mir ganz lange auch, Nicole, mein Gehirn hat immer nur Beweise gesammelt, wenn es schwer wird, wird es gut. Ich hatte zum Beispiel nie Angst, dass ich es nicht hinkriege bei Sachen, weil ich früh im Leben schon alleine klarkommen musste. Und ich wusste immer, wenn ich so mich in die Schlacht stürze, egal was es ist, ich kriege es irgendwie hin. Boah, ist das anstrengend. Und mein Gehirn kannte aber nichts anderes. Er kannte nur Beweise. Wenn du diese Blutschweiß trägst, dann wird es gut. Es hat einfach gar keine Ergebnisse und keine Beweise, das hält auch leicht. Wird gut. Vor allen Dingen, wenn du es schon 50 Mal gemacht hast. Und da sich das bewusst zu machen und das Risiko einzugehen. Dieses Risiko einzugehen, zu sagen, ich mach das jetzt. Sag jetzt, ich sitze da jetzt nicht bis 3 Uhr nach dem Schreibtisch. Gut enough. It’s good enough. Gut enough ist gut enough. Also nackt machen. Genauso auch, ich weiß nicht, wie es dir geht, aber wir wollen ja immer kontrollieren. Vor allen Dingen, wie andere uns sehen. Wir müssen alles kontrollieren. Also ich nicht, aber du vielleicht. Ich nicht. Natürlich auch nie. Genau. wir haben so viele Dinge, von denen wir denken, das darf jetzt keiner von mir sehen. Wenn die jetzt wissen, auch so Alltagsmomente. Nicht nur die großen Keulen auspacken, sondern wirklich so, wenn die jetzt wissen, dass das, worüber die da gerade sprechen im Meeting, dass ich den Begriff nicht kenne. Oder auch in so einem Zusammensitzen. Ich weiß gar nicht, was das ist. Und das Ding ist, wir meinen, das dürften Leute von uns nicht erfahren. Oder dass wir eben gestern vielleicht noch bis 3 Uhr im Bett lagen und dachten, ich weiß nicht, wie ich den Tag morgen schaffen soll. Ja. Und dann reißen wir uns zusammen und sitzen wieder mit einem Lächeln da. Aber wenn wir wirklich mal zeigen, wie es uns geht, und da gibt es auch ein psychologisches Phänomen, Lieblingswort aus dem ganzen Buch, the beautiful mess effect. Den Moment, in dem jemand sagt, weißt du was, ich weiß es doch auch nicht. Ich kann nicht mehr. Oder ich schäme mich gerade dafür. Wollte ich gerade sagen, die Scham. In dem Moment sagen die Leute, mir geht es doch genauso. Wie kann man dir helfen? Wie kann ich für dich da sein? Das ist Anziehen. The beautiful mess effect sagt, dass wir uns nicht zu perfekten Menschen hingezogen fühlen, sondern zu echten. Weil wir uns wiedererkennen. Ja, genau. The beautiful mess effect, das finde ich unglaublich schön. Und ich weiß, du hast auch ein Kapitel über die wunderschöne Scham in deinem Buch. Darum geht es ja. Mir hat mal eine ganz wundervolle Frau, Gay Lassie, gesagt, Nicole, wenn du deine Scham nach außen kehrst, dann kann sich deine Scham auflösen. Du musst deine Scham auflösen, damit es tatsächlich auflösen kann. Was du aufhörst, wird auflösen. Wir haben so Angst vor der Scham. Wir sind dann so, ich saß bis 3 Uhr morgens und ich habe keine Ahnung, was das bedeutet, was der hier gerade sagt in dem Meeting. Und daraufhin machen wir genau das, wir unterdrücken oder wir überperformen und sind dann auf einmal so, aber ich weiß irgendwas anderes und machen dann irgendwas, was total dysfunktional ist. Wie würdest du denn sagen, gehen wir an so Themen ran, weil das ist ja das eine zu sagen, okay, das kehrt nach außen, weil das kreiert ja auch Nähe und Verletzlichkeit und schafft Verbindung. Aber wenn du jetzt wirklich im Meeting sitzt und wenn du da sitzt und dein ganzer Körper einfriert, also was kannst du da, wie kannst du da in die Umsetzung kommen, um wirklich die Scham nach außen zu kehren? Ja, Scham ist eben so tricky, weil Scham ja irgendwie so existenziell und fundamental ist, weil Scham sagt ja nicht mal, du hast was Falsches gemacht, Scham sagt, du bist falsch. Du bist falsch. So. Und ich habe im Buch verschiedene Übungen eben, um auch mit der Scham umzugehen. Eine ist zum Beispiel, weil Scham isoliert total. Also Scham wächst ja, genauso wie du es gesagt hast, wenn wir nicht drüber reden, dann wird es ja immer größer, der Schatten, den sie birgt. Dann sitzen wir nie in so einem dunklen Gefängnis. In dem Moment, wo wir drüber reden, merken wir, oh, die Tür stand ja die ganze Zeit offen und es geht Licht rein und ich kann rausgehen. Und ich hatte so eine Begegnung neulich, das ist vor ein paar Jahren, da war ich bei meiner Mom in meiner alten Heimat. Und da habe ich einen Mann jetzt getroffen, mit dem bin ich zur Schule gegangen. Wir hatten jeden Tag, also jeden Tag den gleichen Schulweg. Also wirklich. Ich muss mir vorstellen, ich bin so die Straße runtergegangen, dann kam eine Kurve und dann ging wieder so ein Berg hoch. Und er hat in dieser Kurve gewohnt und dann der Restweg zur Schule, es war eine halbe Stunde, wir hatten den gleichen Weg. Wir haben nicht einmal miteinander gesprochen in zehn Jahren. Und jetzt sind wir uns begegnet und dann hat er zu mir gesagt, ja ey, ich dachte immer, du wärst zu cool für mich. So das Mädchen mit den Kopfhörern. Und ich, ich weiß noch, wie sich das anfühlt, ich hab immer gedacht, ich bin anders. Und die Leute tuscheln über mich. Über was ich anhabe, wie ich aussehe. Und hab mich deswegen geflohen. Da konnte ich noch nicht ins Überperformen fliehen, da bin ich in meinen Walkman geflohen. Ich hatte immer die Kopfhörer so getan, den Blick nach unten gesenkt. Das war mein Muster, mein Schutzpanzer. Der mich aber natürlich noch mehr isoliert hat, weil ja keiner mit mir reden konnte. Das ist genauso wie wenn du im Meeting dann so, die sagt, ja, dafür weiß ich das. Also dann so dagegen hältst oder wenn du dich klein machst. Ja, keiner, du bist, keiner kann dich erreichen. Und das war bei mir eben die Kopfhörer, der gesenkte Blick. Und da ja keiner mit mir reden konnte, hat auch keiner mit mir geredet. Und ich hab mich noch mehr alleine gefühlt und hab gedacht, die tuscheln noch mehr über mich. Und das war mein Panzer. Und ich hab so diesen Panzer-Pause-Knopf für mich entdeckt. Das kann eine Berührung am Handgelenk sein, ein Zeichen, was du dir selber gibst. Und wenn du das nächste Mal irgendwo hingehst, überleg dir mal, was ist so dein Panzer? Ist es das Gegenhalten? Irgendwas sagen, was eigentlich gar nicht passt dazu, nur um zu sagen, ey, ich weiß auch was. Oder ist es das Kleinermachen? Oder ist es das Frühergehen bei Veranstaltungen oder das Absagen? Was ist dein Panzer-Pause-Knopf? Und dann mach, geh auf diese Veranstaltung, geh in dieses Meeting, geh zu diesem Treffen und versuch mal den Panzer wegzulassen. Also bewusst darauf zu verzichten. Gib dir selber so dieses Signal. Bei mir ist es das Tappen am Handgelenk. Okay, jetzt lass ich das mal los. Ich halte jetzt den Augenkontakt. Oder ich sag jetzt, ey, keine Ahnung, was das ist. Oder ich bin einfach, wenn alle anderen lauter sind und ich bin eher ein ruhigerer Mensch von meiner Natur aus, versuche ich nicht extra dann auch quirlig zu sein. Sondern ich versuche natürlich, der Panzer ist kurz weg. Er kann ja jederzeit, ich muss ja nur an mein Handgelenk tippen, dann ist er quirlig. Dann kann ich ja wieder die Maske aufsetzen oder früher gehen, weißt du? Und das alleine zu wissen, das hat mir echt Sicherheit geschenkt. Ja, so ein Schutz, ne? Genau, bei mir sind es die Füße. Ich muss die Füße fühlen, so Mama Erde unter mir. Das ist wie so mein Tappen auf dem Handgelenk. Und ich glaube, das kann jeder so für sich mal herausfinden, was da passiert. Und ich glaube, das ist halt immer gut, den Körper da so mit einzusetzen, weil wir das ja auch wie diese ganzen Strategien ja eigentlich mit dem Körper machen. Wir schauen nach unten, wir entfliehen der Situation und dass wir halt wirklich mit dem Körper in der Hinsicht auch arbeiten. Du hast ja auch ein ganzes Kapitel zum Thema Nervensystem, weil du sagst ja auch, dass das einfach extrem wichtig ist. Wie drückt sich das Nervensystem aus in Bezug zum Imposter Syndrome? Es ist tatsächlich genau diese beiden Ausprägungen zu viel tun und gar nichts tun und spiegeln sich in unserem Nervensystem wieder. Wir haben ja den Sympathikus, unseren Bodyguard, der unser Protector ist. Und der steht in der Einwaagschale. Und dann der Parasympathikus eben unser weiser Gärtner, der ist eigentlich Regeneration, Heilung. Und die beiden sind beim Imposter Syndrome einfach komplett aus dem Gleichgewicht, weil ja unser Bodyguard quasi ja überall gefahren sieht. Da kommt eine Nachricht auf dem Handy, ja wir müssen reden von einer Freundin und wir nicht. Ja okay, gucken was sie sagen will. Vielleicht will sie auch den nächsten Urlaub planen oder das nächste treffen. Bei uns ist ja, was habe ich falsch gesagt? Was habe ich falsch gemacht? Okay, wir gehen jedes Gespräch durch und so weiter und so fort. Bei anderen ist es schon eine E-Mail-Impostereingang. Ein Blick von einer anderen Person. Das heißt, unser Bodyguard, der ja eigentlich nur für Notfälle da ist, um uns zu protecten, ist ja die ganze Zeit aktiv und feuert aus allen Rohren, weil wir ja aufgrund unseres Imposter Syndrome überall gefahren sind. Und das heißt, auch körperlich gesehen, was passiert, wenn du so eine Nachricht kriegst und du dich so krass selbst hinterfragst, oder selbst, wenn du ein Treffen nimmst mit Freunden, sagen wir Bekannten. Und für manche ist das total erschöpfend, weil sie eben, oder ich sage mal wir, die ganze Zeit, okay, sitze ich jetzt richtig, komme ich gut rüber, habe ich was dazu beizutragen, zur Kommunikation, anstatt einfach nur zu sein. Das macht was mit unserem Stresssystem. Wir sind ja die ganze Zeit oder auf dem Job, eine Arbeit wird auf einmal eine Aufgabe, alles wird überlebenswichtig. Und dringend. Und dringend, unser System, also die Notfallapotheke, eigentlich könnte man ja so sagen, die Cortisoladrenalin freisetzt, für echte Notfälle, da braucht man die jetzt auch, ist die ganze Zeit offen, die Notfallapotheke. Und das schwächt ja langfristig unsere Selbstheilungskräfte, weil die nicht mehr aufgefüllt wird. Die werden nur am Brennen. Das ist so, als wenn wir die ganze Zeit mit so einem Bunsenbrenner da stehen, noch ein Feuerzeug drunter halten und feuern. Und langfristig ist es dann, wir schlafen schlechter, wir brauchen aber Schlaf. Schlaf ist die natürliche Reparaturwerkstatt unseres Körpers. Die weißen Blutkörperchen nehmen ab, die eben für Regeneration, Selbstheilung verantwortlich sind. Also wir brennen aus. Unser Nervensystem brennt aus, weil es ständig im Stress ist. Und der weise Gärtner auf der anderen Waagschale, wenn der dann übernimmt, der ist ja nicht mehr weise dann, der ist ja nicht mehr oh, ach Mensch, jetzt setz dich mal hier hin und genieß die Natur, sondern der hat einfach nur noch ein riesen geschlossen Schild aufgehangen, weil da geht gar nichts mehr. Und was dann passiert ist, wir gehen in diesen Shutdown ja auch rein. Ich kann nicht mehr das so, wenn auf einmal Nachrichten kommen, auch wenn allein darauf zu antworten erscheint dir schon zu viel. Treffen, auf die du eigentlich Lust hättest, nee, vermeidest du nicht, weil du die Menschen blöd findest, sondern weil der Gedanke daran einfach schon zu viel ist. Du versteckst dich, du isolierst dich, du kannst einfach nicht mehr. Und das sind die beiden. Du verpasst das Leben. Das wird zum Muster deines Lebens. Und es ist eben nicht diese regenerative Form, weil ich bin die Erste, die sagt, wenn du nicht rausgehen willst und lieber chillen willst auf dem Sofa, mach das. Ich komm vorbei und bring Pommes mit. Weißt du? Lass chillen. Aber das ist ja kein Chillen, das ist ja keine Entspannung, das ist ein Unterdrücken, ein Vermeiden, ein Aus, ein Fertig, aber nicht im guten Sinne fertig sein. Und das ist der Shutdown, das ist keine Regeneration. Das ist einfach nur ein Shutdown. Und dann wird alles zu viel. Und ich glaube, dass sich da ganz viele mit identifizieren können. Absolut. Die Nachrichten von Leuten, die du magst. Und allein, oh nee, kann ich jetzt nicht, ist mir zu viel. Und das triggert dann auch wieder Schuldgefühle. Also dann sind wir in diesem Kreislauf, dann fühlen wir uns halt schuldig, dann schämen wir uns wieder, weil wir es irgendwie nicht hinbekommen und weil wir nicht so sozial sind wie alle anderen. Und dann befindet man sich schnell in diesem Loop. Und ja, wie schade, weil man so viel Lebensqualität dadurch verliert. Total. Aber das Schöne ist ja, dass genauso wie es diese Abwärtsspirale nehmen kann, kann eben auch der Körper und das Nervensystem einfach ein toller … Da kann man an verschiedenen Stellen ansetzen, um dann eben auch in eine Aufwärtsspirale zu kommen. Weil oft ist es, wir haben ja gesagt, Verstehen schafft Veränderung. Das ist eins. Da müssen wir aber auch in die Umsetzung gehen, weil ohne Erfahrung bringt mir all das Verstand nicht. Klar gibt es da auch viele Übungen und da schreibe ich auch ein Buch drüber. Aber manchmal ist einfach der Körper oder das Nervensystem schneller als ein bewusster Gedanke. Und dann stecken wir drin. Da kann ich jetzt auch zu mir nicht sagen, jetzt setz dich mal hin. Du weißt doch, es bringt mir nichts. Und in dem Fall gibt es halt so tolle Techniken, ob es über die Atmung ist, die Muskulatur. Ich habe auch so Antipanikknöpfe. Die Handballen auf die geschlossenen Augen legst, wo das ein leichter Druck ist. Und das dann alleine, weil unser Körper darauf, die Prämisse ist dann in dem Fall die empfindlichen Augen zu schützen. Das heißt alle anderen Körper Signale werden runtergefahren, weil sich alles darauf konzentriert, die Augen zu schützen. Ich fange sofort an zu gähnen, wenn ich das mache. Das ist so ein Release, weißt du? Dann, ich mache das oft, bevor ich auf eine Bühne muss zum Beispiel. Da habe ich ja nur ein paar Minuten. Ich denke natürlich, scheiße, was mache ich da jetzt? Oh Gott, ich will nicht, ich will Flucht. Dann mache ich das. Das ist einfach auf körperlicher Ebene zack, das ist ein Schallteil, den du lebst. Da gibt es eben viele so kleine Schnittstellen, die uns wirklich helfen und uns dann auch in eine Aufwärtsspirale bringen können. Wunderschön. Ich glaube auch, wenn wir das auch einmal so durchfühlen und einfach auch sein lassen und dann damit arbeiten, dann bewegt sich das ja natürlich auch wieder nach oben. Das ist ja letztendlich immer so eigentlich. Wie würdest du sagen, können wir, wenn wir vor allen Dingen diese Selbstzweifel haben, wir haben natürlich alle diese Selbstzweifel, aber wenn wir wirklich irgendwie einen Rückschlag haben, wenn wirklich irgendwie ein Widerstand da ist, was können wir tun? Weil dann sagt der Quatschi ja, siehste, du hast es verkackt. Wusste ja jeder. Danke, dass du das sagst, weil das ist so das letzte Kapitel in meinem Runde. Ich wusste, das brauche es auch zum Abschluss, weil natürlich es gehört halt zum Leben dazu, Rückschläge zu haben. Wir sollten auch übrigens eine ganz andere Fehlerkultur haben. Wenn ein Rückschlag kommt, dass dann man nicht sagt, ach Mensch, sondern sagt, ey gut, dass du es versucht hast. Jetzt nochmal. Aber unser Selbstzweifel sagt natürlich das Gegenteil. Er sagt ja, oder du nennst ihn Quatschi, habe ich ja gesagt, lass lieber. Der wartet ja nur auf den Moment, wo er wieder triumphieren kann. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ich arbeite zum Beispiel ganz gerne mit einer Visualisierung, die man auch ganz einfach selber machen kann. Nämlich, die Augen schließen und dann sich vorstellen mit dem Atem, man geht mal hoch, man steigt in die Luft und man sieht unter sich den Lebensweg. Von Geburt bis jetzt und dann geht er ja noch weiter. Wenn du es von der Vogelperspektive aus betrachtest, ist das jetzt nur ein Moment. Das ist ein Kieselstein. Da gehst du drüber, da gehst du drum herum. Also uns selbst nicht so wichtig zu nehmen, diesen Moment nicht so wichtig zu nehmen. Nicht persönlich zu nehmen. Jedem passieren Rückschläge. Das gehört einfach dazu. Wir sollten aufhören zu versuchen, Rückschläge zu vermeiden, sondern am besten so viele wie möglich machen. Von Erfahrung zu Erfahrung gehen. Und da eben zu erkennen, hey, ich sehe, es ist einfach nur ein Moment auf dem ganzen Weg, es ist nicht die ganze Story. Und dann auch, was auch hilft, ist Erfolge verankern. Also so ganz banal, stell dir ein Glas zu Hause hin und schmeiß da einen Stein, einen Mohn oder einen Cent, ist egal, für alles, was du schaffst so am Tag. Und dazu gehört nicht nur das große Ding, dazu gehört zum Beispiel auch aufstehen, wenn du eigentlich gar keinen Bock hattest, aufzustehen. Oder freundlich zu jemandem zu sein, obwohl du eben von einem anderen blöd angemacht wurdest. Und unser Gehirn muss sowas visualisieren, weil wir sind einfach darauf geprimed, Negatives bis zu viermal stärker in den Vordergrund zu rücken. Das heißt, dass ein Rückschlag, den gucken wir uns ja von allen Seiten an in Hochglanz, in der Hochglanzversion, in Nahaufnahme. Und die guten Sachen, die wenkeln, die gehen einfach unter, die verschwinden einfach, die registriert unser Gehirn nicht. Also tatsächlich nicht. Und das irgendwie visuell greifbar zu machen. Geil. Lieb ich. Also es gibt ja auch diesen Spruch vom Mond. Betrachtet ist das nicht so ein Big Deal. Und ich liebe einfach dieses von oben Metaposition. Ich sehe meine Geburt, ich sehe irgendwie alles das, was ich gemacht habe. Und dann ist das so ein Pfitzel. So ein Pfitzel von Erfahrungen, die du gerade gemacht hast. Finde ich total toll. Und ich finde es geil mit dem Glas auch. Und das sind ja auch so Sachen, die, keine Ahnung, wenn du dir was Leckeres gekocht hast oder wenn du halt irgendwie spazieren warst, obwohl du lieber scrollen wolltest. Oder wenn du es festgestellt hast, dass du gerade am Scrollen bist und das Handy weggelegt hast. Und es gibt ja jedes Mal auch Dopamin. Also wenn du jedes Mal dieses Glas auffüllst, wirst du so einen Dopamin-Kick bekommen. Dieser Dopamin-Kick, der macht ja wieder auch, dass du wieder mehr Energy und mehr Lust auf das hast, was als nächstes kommt. Und was du eben gesagt hast mit der Mondperspektive. Ja, das hat mich so daran erinnert. Ich weiß nicht, wer es gesagt hat, es kommt nicht von mir. Don’t sweat the small stuff. And it’s all small stuff. Ja, it’s all small stuff. Ja, hundertprozentig. Ja, hundertprozentig. Sarah, mit was für einem Gefühl möchtest du Leser, Leserinnen, also welches Gefühl sollen die haben nach dem Buch? Wenn die das Buch zuschlagen, was wünschst du ihnen für ein Gefühl? Du stellst genau die richtigen Fragen. Und wir haben uns ja echt nicht aufgesprochen, weil ich habe am Ende des Buches, man schreibt dann so die letzten Seiten und da schreibe ich dann auch drüber, wie sich das anfühlt. Sodass dann mein Selbstzweifel auch so da das, ey, was ist denn jetzt der tolle Abschluss, das Grand Final. So, da setzt es ja wieder unter Druck. Und da habe ich dann gemerkt, weißt du was, die Selbstzweifel werden immer mal wieder an meine Tür klopfen. Die werden um Einlass bitten, die werden auch reinkommen. Die werden manchmal sich auch den Weg zu mir bahnen, um mit mir zu sprechen. Aber in meinem Haus, und das wünsche ich mir auch für alle, die das Buch lesen, da ist noch so viel mehr. Da sind noch so viele andere Besucher. Da sind Träume, da sind Visionen, da ist Liebe, da sind Erfolge, da ist Leichtigkeit. Und die Selbstzweifel sind einfach nur eine Stimme unter vielen, vielen anderen. Und deswegen ist es nicht schlimm, wenn die ab und zu da sind. Und das meine ich auch mit, heute höre ich auf zu zweifeln. Ich höre daran auf zu zweifeln, dass ich jemand anders sein muss oder nicht mehr zweifeln darf. Weißt du wie ich meine? Und ich habe ganz lange immer gedacht, ich muss anders sein, ich muss unverwundbar sein. Anstrengend. Und das wünsche ich mir für uns alle zu verstehen, wir werden es nie werden, du wirst nie unverwundbar sein. Und das ist verdammt nochmal gut. Weil die Menschen, die dich lieben, die wollen nicht eine bessere Version von dir, die wollen dich. Und die Menschen, die mich lieben, die wollen nicht eine bessere Version von Sarah, die wollen mich. Und das wünsche ich mir für alle, die das Buch lesen, für dieses Verständnis, du bist nicht kaputt. Du musst dich nicht reparieren, du musst dich nicht optimieren. Du darfst einfach sein. Und es muss nicht perfekt sein, du musst nicht perfekt sein. Einfach nur ehrlich sein. Du musst ehrlich sein. Und nicht, weil ich dir das sage oder weil du das Menschen schuldest, sondern weil du es dir selbst schuldest. Ehrlich sein. Und ich meine, nicht nur das ehrliche Sagen, sondern ehrlich sein. Zu sein. Ehrlich, so wie du bist. Das wünsche ich mir für uns alle. Dass wir uns das erlauben. Danke. Das kam an bei mir. Danke Sarah. Vielen, vielen Dank. Das Buch gibt es jetzt zum Bestellen. Ich freue mich, das total mit meiner Community hier zu teilen. Ich glaube, dass das ganz, ganz, ganz viele hier gerade betrifft. Ich kann nicht warten, es selbst in meiner Hand zu haben, wenn es mal hier über den Ozean schafft. Es ist unterwegs auf jeden Fall. Ja, es hat schon mal geklappt. Also von daher, I choose trust. Aber wir packen auf jeden Fall alles in die Shownotes. Ich freue mich einfach wahnsinnig, dass das Buch jetzt an die Menschen kommt. Gibt es irgendetwas, worüber wir heute nicht gesprochen haben? Gibt es noch irgendetwas, was ich nicht gefragt habe, was du gerne sagen wollen würdest, bevor wir hier das abschließen, das Interview? Du hast super Fragen gestellt. Du hast alles gefragt. Was mir noch kommt, vielleicht, weil ich es eben gesagt habe, du musst mich nicht auf die Linie richten. Gut. Es ist normal, zu zweifeln. Wenn wir gucken, wenn wir auf die Welt kommen und wir sind ja als Babys, das Baby zweifelt nicht, das ist einfach. So, du weißt es. Und trotzdem spürt ein Baby ganz klar, ich muss hier dazugehören. Weil wir sind ja als Menschen ewig lange abhängig von anderen, sonst überleben wir. Und das hat die Natur ja auch geschickt eingerichtet, das gespiegelte Selbstwert empfinden, die Babys lachen eben die anderen an und gucken, dass sie ein Lächeln zurückkriegen. Das ist so die Bestätigung, wir freuen uns, dass du hier bist, und das Baby weiß, ich bin sicher. Und Kindchenschema, die Biologie hat schon dafür gesorgt, dass wir lächeln, wenn Baby lächelt. Also sonst musst du auch echt, sonst hast du andere Probleme, wenn du beim Baby nicht zurücklächelst. Gut, aber dann kriegen wir ja sehr schnell im Leben gespiegelt, also schon kurz danach eigentlich, wer muss ich denn sein, damit ich weiterhin die Leute sich über mich freuen. So, was ist denn hier, bei mir war es immer, ach Sarah, du bist immer so unkompliziert. Da wusste ich, das kommt gut an. Das habe ich so abgespeichert. Ich habe mich sehr schnell um meine eigenen Sachen gekümmert, ich habe nicht unangenehme Gefühle zugelassen, habe nicht gesagt, wenn es mir schlecht ging, so habe ich mit mir alles selber ausgemacht. Weil ich wusste, die mögen das, wenn ich unkompliziert bin. Und sowas geht ja weiter. Dann sind es andere soziale Umfelder, der erste Kreis ist die Familie, dann eine Schule und so weiter und so fort. Das heißt, wir sind einfach alle darauf geprimed, uns in einer Persönlichkeit zu manifestieren oder eine Persönlichkeit zu entwickeln über die Jahre, die sich immer mehr im Außen orientiert. Was wollen andere zu mir sein? Wir framen uns quasi, wer muss ich sein, um dazu zu gehören. Das ist, glaube ich, wichtig zu verstehen, damit wir uns jetzt nicht Vorwürfe machen, oh, ich bin jetzt kaputt, weil ich gerne will, dass andere mich mögen und in Zweifel habe, oh, wie sehen die mich? Weißt du, wie ich meine? Es ist was Menschliches, aber wir können, was wir verstehen, auch wieder auflösen. Und wir sind nicht mehr abhängig. Du bist nicht mehr abhängig von anderen. Und das zu verstehen und da in diese Selbstführung zu kommen, darum geht es mir letztendlich mit dem Buch. Aber es ist eben auch mir wichtig zu sagen, du hast jetzt nichts falsch gemacht, weil du selbst zweifelst. Jeder hat das. Wir haben uns alle dahin entwickelt. Und wir leben auch noch in einer Gesellschaft, die das auch noch mehr natürlich pocht, durch Social Media und Vergleiche. Und das ist, man sagt im Coaching ja, alles, was da ist, will was Gutes. Und das hat ja auch bisher unser Überleben gesichert. Wir beide reden ja, die anderen hören zu, wir sind ja alle safe, wir haben uns alle in Sicherheit gebracht. Wir haben nur vergessen, dass wir uns gar nicht mehr in Sicherheit bringen müssen, dass wir schon längst nicht sind. Und das soll quasi, es darf leichter werden. Die Erinnerung daran. Wunderschön. Okay, Sarah, vielen, vielen Dank. Danke, dass du wie immer dein Wissen, dein Licht, dein Sein mit uns teilst. Ich freue mich immer sehr, mit dir einfach in Kontakt zu sein und diese Momente mit dir zu haben. Also ich danke dir von Herzen. Ich freue mich wahnsinnig, dass du dieses Buch geschrieben hast. Also danke. Danke dir, dass ich hier sein durfte und ich freue mich auch jedes Mal. Ich muss zu dir oder du musst zu mir jetzt mal irgendwann, wenn es möglich ist. Du kommst zu mir, du bist dran. It’s time for Africa, baby. Okay, okay. Danke, meine Liebe. So, du wundervoller Mensch, ich danke dir von Herzen, dass du hier heute mit uns Zeit verbracht hast. Wie gesagt, findest du alles zu Sarahs Buch in den Shownotes. Und jetzt gibt es auch noch eine kleine Ankündigung von meiner Seite und zwar gibt es nächste Woche wieder eine kostenlose Masterclass. Und ich weiß, wie ihr meine kostenlosen Masterclasses feiert und von daher wichtig, dass du dich jetzt sofort anmeldest. Rise and receive. Es geht um deine feminine Frequenz. Tune into your feminine fire and receive your wildest dreams. Am 6.6. um 12 Uhr findet diese Masterclass statt. 90 Minuten für mehr Genuss, Entspannung, Vertrauen, Sündlichkeit. Raus aus dem Hustle-Modus, raus aus dem Kontrolletti und rein in die Verbindung, in die Hingabe. Ich beschäftige mich in den letzten Monaten ununterbrochen mit der femininen Frequenz und glaub mir, mein Leben hat sich so krass verändert. Also meine Beziehung hat sich verändert, mein Business hat sich verändert, mein Geldplus hat sich verändert. Also es lohnt sich so sehr, da rein zu investieren. Ich glaube, es ist Zeit. Ich glaube, es ist Zeit, dass wir rein investieren in etwas, was eigentlich unser natürlicher Zustand ist. Hallo. Ja, weil wir haben ja viel, als Frauen haben wir ja primär in den meisten Fällen feminine Frequenz in uns und wir kämpfen da komplett gegen die ganze Zeit, weil wir in unserer Gesellschaft mehr Lob und Anerkennung erhalten, wenn wir in der maskulinen Frequenz uns aufhalten. Also von daher, es lohnt sich dabei zu sein. Du kannst dich jetzt anmelden. Auch das findest du in den Journals. Jetzt wünsche ich dir aber erstmal einen wunderschönen Tag oder eine gute Nacht. Always remember, the best is yet to come. Deine Nicole.